Feuilleton
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2010, Nr. 110, S. 34
Feuilleton
Literatur Mit Puppen kann man nur spielen Provokationszwang: Thor Kunkel verpackt seine Kulturkritik in eine Science-Fiction
Der skandalumwitterte Autor Thor Kunkel legt mit seinem neuen Roman "Schaumschwester" eine Mischung aus Science-Fiction, Gesellschaftsverdammung und Detektivstory vor. Das Provozieren kann er dabei nicht lassen, aber große Aufregung ist sein neues Buch nicht wert. Es bedient fragwürdige, aber längst bekannte Muster. Zunächst geht es um die Fiktion perfekter Sexpuppen und ein Imperium mit dem Namen "Synthetische Wohlfahrt", das Männer weltweit mit künstlichen Gefährtinnen versorgt. Die technisch raffinierten Silikondamen ziehen eine so große Zahl von Liebhabern an, dass die "Überläufer ...