Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2012, Nr. 10, S. 45
RHEIN-MAIN & HESSEN
Frauenfeindlichkeit oder enttäuschte Ambitionen? Der Austritt der Wiesbadenerin Brigitte Pöpel aus der FDP schlägt Wellen
WIESBADEN. Auf den ersten Blick ist es eine Nachricht, wie sie für eine Partei am Rande des Abgrunds kaum schlimmer kommen kann. Der Austritt der stellvertretenden Wiesbadener FDP-Vorsitzenden und Stadtverordneten Brigitte Susanne Pöpel aus Partei und Fraktion, verbunden mit dem schweren Vorwurf, die FDP sei nicht mehr liberal und demokratisch, sondern von Intrigantentum, Frauen- und Familienfeindlichkeit geprägt, sorgt bundesweit für Aufsehen. Schließlich hatte Pöpel, die der FDP 25 Jahren lang angehörte, neben ihren Ämtern in Wiesbaden zudem die der Landesvorsitzenden ...