Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011, Nr. 234, S. L38
Neue Sachbücher
Was zum Menschsein gehören soll
Pathosformel oder unaufgebbares Fundament einer humanen Ordnung? Heiner Bielefeldt verteidigt die Menschenwürde vor allem mit Bezug auf diskursethische Grundsätze. Von Ernst-Wolfgang Böckenförde Die Diskussion um die Menschenrechte ebbt nicht ab, sie nimmt zu. Aber sie bewegt sich nicht, wie man vermuten möchte, in einem breiten unangefochtenen Konsens, sondern durchaus auch in Kontroversen, die ihren Gehalt, ihr Fundament und ihre Wirkungsweise gerade auch in die Rechtsordnung hinein betreffen. Die Menschenwürde wird einerseits als Illusion charakterisiert, erscheint als weithin beliebig aufladbare metajuristische Pathosformel, o ...