Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2011, Nr. 231, S. 30
Feuilleton
Literatur Damals in Jugoslawien Erinnerungsprosa: Marica Bodrozic versinkt in Bildern
Nadeshda liebt Ilja. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Es ist sogar höchst kompliziert und ohne die Einbeziehung der halben abendländischen Philosophie nicht zu erzählen. Und wenn der Roman einfach anfängt, nämlich mit Nadeshda, die mit unmöglich hohen Absätzen im Zug sitzt, um zu Ilja zu fahren, dann sollte man sich davon nicht täuschen lassen. "Meine Geschichte ist wie jede Geschichte nur eine Möglichkeit von vielen, ins Ungewisse meiner Biographie zu gehen. Nichts bleibt, wie es ist. Das ist ...