Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2011, Nr. 217, S. 2
Politik
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Polen befürchtet, vor lauter Krisenräten der Euroländer in Brüssel immer mehr an Einfluss zu verlieren. Deshalb präsentiert sich Warschau als Verfechter der Finanzdisziplin - meistens. Von Konrad Schuller WARSCHAU, 16. September. Polen füllt seinen turnusmäßigen Vorsitz im Rat der Europäischen Union mit Gesten aus, die einen neuen Führungsanspruch signalisieren. In Warschau sind die Rollen dabei geteilt. Finanzminister Rostowski tritt als Kassandra und Schulmeister auf und malt seinen säumigen europäischen Kollegen die Gefahr neuer Kriege aus. Ministerpräsident Tusk dagegen, ein Meister proeuropäischer ...