Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2002, Nr. 292, S. 36
Feuilleton
Wir vom Bundesarchiv
Ein zeitgenössischer Beobachter brachte zum Ausdruck, wie ein Teil der Öffentlichkeit den Rücktritt des Generalobersten von Seeckt als Chef der Heeresleitung interpretierte: Der "Schöpfer der Reichswehr" sei "aus völlig bedeutungslosem Anlaß ebenso unerwartet wie unbegründet gestürzt" worden. Seeckt selbst kam in den kurz nach den Vorgängen handschriftlich notierten "Bemerkungen zu meiner Verabschiedung" zu der "unabänderlichen" Überzeugung, "daß die Prinzenaffäre der Anlaß, nicht der Grund für mein Ausscheiden ist". In der Tat waren nicht mehr länger zu ertragende und auf Gegenseitigkeit ...
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