Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.1999, Nr. 280, S. 6
Politik
Amerikanischer Internationalist und zögernder Weltpolizist Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bradley äußert sich zur Außenpolitik / Von Leo Wieland
WASHINGTON, 30. November. Als gemäßigter amerikanischer Internationalist mit Vertrauen in die Rolle der Vereinten Nationen (UN) und zögernder "Weltpolizist" hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Bill Bradley vorgestellt. Eine Woche nach der außenpolitischen Premiere des republikanischen Spitzenbewerbers George W. Bush rückte Bradley von links eine Mahnung zu mehr Zurückhaltung bei militärischen Interventionen im Ausland in den Mittelpunkt. Der ehemalige Senator, dessen auswärtige Erfahrung die langjährige Mitarbeit im Geheimdienstausschuss der "noblen Kammer" einschließt, versuchte sich zugleich am Beispiel Russlands von seinem innerparteilichen ...
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