Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.1996, Nr. 20, S. N5
Geisteswissenschaften
Der dunkle Humus des Genies Einheit im Abstrakten: Piet Mondrians Interesse für die Theosophie
Manche klare Einsicht ist von dunklen Ahnungen durchwoben. Piet Mondrians Weg zu den Kompositionen aus strengen Gittern und reinen Farben war von esoterischen Interessen begleitet. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sah er die Menschheit auf dem Weg in ein vergeistigtes Zeitalter, dem die Kunst als Fackelträger entgegeneilen sollte - daran erinnert Hilton Kramer unlängst in einem Aufsatz in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "New Criterion" (14. Jg., Heft 1, September 1995). Anlaß ist die bislang größte Ausstellung ...