Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.1995, Nr. 1, S. 21
Sport
Der DSB-Präsident erwartet vom Bundeskanzler eine Hilfe für das sportliche Ehrenamt Von Richthofen will "keine Amnestie für DDR-Vergehen"
re. FRANKFURT. Der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, hat eine Amnestie im Zusammenhang mit DDR-Unrechtstaten abgelehnt. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte von Richthofen am Neujahrstag, er werde an seiner klaren Haltung zur Aufarbeitung von Stasi-Vergehen und Dopingmißbrauch im gesamten deutschen Sport festhalten. "Ich meine, daß wir noch nicht den Zeitpunkt erreicht haben, an dem eine Amnestie sinnvoll ist", sagte der sechzigjährige Berliner. Von Richthofen versicherte: "Eine Zusammenarbeit mit Funktionären, die anderen nachweislich geschadet haben, ist undenkbar. S ...