Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 05.05.2002, Nr. 18, S. P2
Bühne
Oper: Pathos, Affekt, Gefühl Warum es dem Publikum den Atem verschlägt Ein wissenschaftlicher Kongreß über die Emotionen in den Künsten
Gefühl ist alles, Name ist Schall und Rauch. Sagt Goethe. Erleben wir es in den Theatern heute oft nicht ganz anders? Doch zweifellos ist das Interesse an den Gefühlen anderer, auch an den Gemeinschaftserlebnissen, die uns über die Medien vermittelt werden, größer denn je. Und auch das Interesse der Wissenschaftler an Entstehung und Wirkung von Emotionen ist offenbar neu erwacht. Warum sonst würden sich drei Dutzend von ihnen jetzt in Frankfurt treffen, um öffentlich über Pathos, Affekt, Gefühl zu streiten? ...